Drei Funktionäre aus dem Handwerk posieren vor einem digitalen Hintergrund.
HWK Düsseldorf / Wilfried Meyer
(v. l.): Kammer-Hauptgeschäftsführer Dr. Axel Fuhrmann, ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke und Kammer-Präsident Andreas Ehlert

22. September 2026Vollversammlung der Hauptgeschäftsführer aller Handwerkskammern in Düsseldorf

Die Wahlen in Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und zuvor in Sachsen-Anhalt und ihr Schattenwurf auf die Regierungspolitik in Berlin, aber auch der aktuelle Status bei den großen Reformen, bei der Energieversorgung und Preisentwicklung in Deutschland sowie die fortschreitende Erosion an den Verkehrsnetzen und weitere drängende öffentliche Investitionsbedarfe beherrschten die Debatten auf der zweitägigen Zusammenkunft der hauptamtlichen Spitzen der 53 Handwerkskammern am Montag und Dienstag in der HWK Düsseldorf.  Aus Anlass der Vollversammlung der HWK-Hauptgeschäftsführungen unter dem Dach des Deutschen Handwerkskammertages (Berlin) mahnte ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke: „Das Handwerk braucht verlässliche Rahmenbedingungen und eine Regierungskoalition, die handelt. Marode Straßen und Brücken, hohe Energiepreise, steigende Kosten und fehlende Fachkräfte erfordern politische Antworten und Lösungen. Das Infrastrukturzukunftsgesetz verknüpft mit der angekündigten Investitionsoffensive ist eine gute Grundlage, bei Planung, Genehmigung und Bau größerer Infrastrukturvorhaben voranzukommen. Weitere strukturelle Reformen im Energiebereich, bei Steuern, Lohnzusatzkosten und Bürokratie sind unabdingbar, um die Betriebe so zu entlasten, dass sie wirtschaftlich tragfähig arbeiten können. Die Regierungskoalition steht in der Verantwortung, ihre politische Handlungsfähigkeit aufrecht zu erhalten und mit ihrer Mehrheit zu handeln. Reformstillstand können wir uns nicht leisten.“

Zuvor hatte der Präsident der gastgebenden Handwerkskammer, Andreas Ehlert die Repräsentanten des großen Wirtschaftssektors gebeten, die Bestandskraft und das Erneuerungsvermögen des Handwerks sowie das gestiegene Interesse der Generation U 24 an einer beruflichen Zukunft im Handwerk in die Bewertung der aktuellen Lage mit einzubeziehen und damit die „Stimmen der Zuversicht in die vorhandenen Potenziale für eine Stabilisierung“ zu stärken. Die Bundesregierung rief auch Ehlert dazu auf, das Reformpaket „substanziell zusammenzulassen und konsequent umzusetzen.“ 

 

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