SeminarFehlzeiten senken — was Inhaber/innen und Meister/innen wirklich in der Hand haben
Fehlzeiten sind selten nur ein individuelles Gesundheitsthema. Sie wirken wie ein Fieberthermometer für den Betrieb: Sie zeigen, wie es um Belastung, Wertschätzung, Führung und Betriebsklima steht. Die betriebliche Gesundheitsforschung belegt: Emotional gebundene Beschäftigte sind seltener krankgeschrieben und kommen seltener krank zur Arbeit. Die zentrale Botschaft für Inhaberinnen und Inhaber lautet: Ein erheblicher Teil der Fehlzeiten ist gestaltbar — und der wirksamste Hebel sitzt in der Führung.
Ziele:
Die Teilnehmenden...
- verstehen die juristischen Handlungsoptionen.
- kennen die tatsächlichen Kosten von Fehlzeiten und Präsentismus im eigenen Betrieb.
- verstehen die psychosozialen und organisationalen Ursachen hinter Fehlzeiten.
- können Rückkehr- und Fehlzeitengespräche wertschätzend und wirksam führen.
- nehmen 3–5 sofort umsetzbare Maßnahmen für ihren Betrieb mit.
Zielgruppe:
Inhaberinnen und Inhaber, Meisterinnen und Meister, Vorarbeitende — alle mit Personalverantwortung im Handwerksbetrieb
Inhalte:
- Was Fehlzeiten wirklich kosten — die ehrliche Rechnung für den eigenen Betrieb (direkte plus versteckte Kosten, inkl. Präsentismus).
- Die drei Wirkebenen: Person / Team & Arbeitsbedingungen / Führung & Kultur — wo der Chef ansetzen kann und wo nicht.
- Psychosoziale Einflussfaktoren im Handwerksalltag: Termin- und Zeitdruck, Personalengpass-Spiralen, fehlende Anerkennung.
- Das Rückkehr- bzw. Willkommensgespräch als Führungsinstrument — fürsorglich statt kontrollierend geführt senkt es Kurzzeitfehlzeiten; falsch geführt (Kontroll-Stufenpläne) wirkt es kontraproduktiv.
- Vom Reagieren zum Vorbeugen: betriebstaugliche Ansatzpunkte für 5-, 15- und 50-Mann-Betriebe.
- Die Vorbildrolle des Chefs — auch beim eigenen „Krank-trotzdem-Arbeiten".
Referentin:
Eva Ernst, Business Coach