SeminarFachkräftemangel als Führungsthema — warum die besten Betriebe ihre Leute selbst binden
Der Fachkräftemangel wird meist als Recruiting-Problem behandelt („Wo finde ich Leute?"). Die Betriebe, die ihn am besten meistern, behandeln ihn als Führungs- und Kulturthema („Warum bleiben Leute — oder gehen sie?"). Das ist ökonomisch zwingend: Ein einziger Personalabgang kostet schnell ein halbes bis ganzes Jahresgehalt — bei schwer nachzubesetzenden Handwerksfachkräften noch mehr, weil die Stelle monatelang vakant bleibt. Und der häufigste Kündigungsgrund ist nicht das Gehalt, sondern die direkte Führungskraft.
Ziele:
Die Teilnehmenden...
- verstehen den Fachkräftemangel als steuerbares Führungs- und Bindungsthema, nicht nur als Recruiting-Problem.
- haben ihre Employer Journey verstanden
- kennen die zentralen Hebel der Arbeitgeberattraktivität im Handwerk und ihre Rangfolge.
- können Onboarding und Mitarbeitergespräche so gestalten, dass Bindung entsteht.
- nehmen einen konkreten „Bindungs-Fahrplan" für den eigenen Betrieb mit.
Zielgruppe:
Inhaberinnen und Inhaber, Meisterinnen und Meister sowie Führungsverantwortliche, die spüren, dass Stellenanzeigen allein das Problem nicht mehr lösen.
Inhalte:
- Arbeitgeberattraktivität im Handwerk — was wirklich zählt: faire Bezahlung als Basis, danach Wertschätzung, Entwicklung, Betriebsklima, moderne Ausstattung, verlässliche Planung.
- Führung als Bindungsfaktor Nr. 1: Warum Menschen Chefs verlassen, nicht Firmen.
- Onboarding, das hält: Warum die ersten Wochen über Bleiben oder Gehen — und über Ausbildungsabbrüche — entscheiden.
- Die eigene Belegschaft als beste Recruiter: Mitarbeiterempfehlung, Ausbildung und Bindung statt teurer Neubesetzung.
- Generationenwechsel und Erwartungen jüngerer Fachkräfte (Beteiligung, Sinn, Flexibilität) — ohne den Betrieb zu verbiegen.
- Der Brückenschlag zu Thema 1: Bindung senkt zugleich Fehlzeiten und Fluktuation
Referentin:
Eva Ernst, Business Coach